Togo

Togo

Togo ist ein Staat in Westafrika!

Hauptstadt: Lomé
Amtssprache: Französisch
Nationalsprachen: Ewe, Kabiyé
Fläche: 56.785 km²
Einwohnerzahl: 7.692.000 (Stand 2017)
Zeitzone: UTC±0
Quelle: Wikipedia

 

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Über das Land Togo

Togo ist ein kleines Land in Westafrika zwischen Ghana im Westen, Benin im Osten und Burkina Faso im Norden. Im Süden wird das Land von einem nur 60 km breiten Küstenstreifen des Atlantiks begrenzt, dem sog. Golf von Benin.

Das langgestreckte, schmale Land durchmisst ca. 600 km von Süden nach Norden, an der schmalsten Stelle zwischen Osten und Westen ist es nur ca. 40 km breit. Es umfasst eine Gesamtfläche von 56.785 km², ist also etwas kleiner als Bayern (ca. 70.000 km²).

Die Hauptstadt Lomé hat geschätzte 800.000 Einwohner, wobei die
Außenbezirke rasant wachsen, weil viele junge Menschen Arbeits­chancen eher in der Stadt als auf dem Land erwarten.

Von 1884 bis 1914 war Togo deutsches Protektorat. Darauf legen die Togoer wert, dass sie keine Kolonie waren, sondern König Mlapa I. aus Togoville einen Schutzvertrag mit Gustav Nachtigal geschlossen habe. De Facto galt Togo im Deutschen Reich als „Musterkolonie“, weil Togoland für den Aufbau seiner Verwaltung keine finanzielle Unterstützung aus dem Reich benötigte. Diese positive Wertung hat sich als generelle Wertschätzung der deutschen Kolonialzeit ins Gedächtnis der togoischen Bevölkerung eingeprägt und mag zum Teil die überaus große Deutschfreundlichkeit erklären, auf die man überall im ganzen Land stößt.

Die deutsche Kolonialzeit hat das Land infrastrukturell geprägt, was bis heute zu spüren ist. Die Eisenbahnlinien, die in der deutschen Zeit gebaut wurden, existieren bis heute, auch wenn sie nur noch teilweise benutzbar sind. Als vor wenigen Jahren durch große Überschwemmungen insgesamt 13 Brücken einstürzten und die Hauptverkehrsadern lahm legten, wurden die alten Eisenbahnbrücken aus der deutschen Kolonialzeit wieder aktiviert. Sie hielten immer noch und mussten übergangsweise den Straßenverkehr aufnehmen. Aus der deutschen Kolonialzeit haben sich noch einige Gebäude erhalten, wie z. B. die wunderbare Kathedrale in Lomé und in Kpalimé. Viele andere wie der Gouverneurspalast, der Verwaltungsposten Misa-Höhe, die Funkstation Kamina u. a. müssten dringend restauriert werden. Es würde sich lohnen, die deutschen Spuren zu erhalten und entsprechend der togoischen Wertschätzung zu pflegen. Dafür sind jedoch nur geringe Geldmittel verfügbar.

Das Land ist ein Vielvölkerstaat.

Ca. 6.650.000 Einwohner teilen sich auf über 40 verschiedene Stämme mit jeweils eigenen Sprachen auf. Es handelt sich jedoch in der Regel um grenzüberschreitend lebende Stämme, sodass sich die Familien- und Sippenbeziehungen auch in die Nachbarländer erstrecken. Die willkürliche Grenzziehung in der Kolonialzeit nahm keinerlei Rücksicht auf die Zusammengehörigkeit von Stämmen, worunter der gesamte afrikanische Kontinent bis heute leidet. Die Togoer gelten dennoch als ausgesprochen friedfertige, ja oft als zu gutmütig verspottete Menschen, die trotz der Sprachenvielfalt und der unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten sehr friedlich miteinander auskommen. So kam es zwar in den 90er Jahren zu politisch motivierten Unruhen, aber nie zu einem Bürgerkrieg.

1914, als der erste Weltkrieg ausbrach, musste Deutschland seine Kolonie Togo praktisch kampflos aufgeben, da es nur eine kleine Schutztruppe zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung gab, mit der eine Verteidigung völlig ausgeschlossen war. Das damalige Togoland wurde dann zunächst zwischen Großbritannien (ca. 1/3) und Frankreich (ca. 2/3) aufgeteilt. Das heutige Togo entspricht dem französischen Teil, während der britische Anteil heute zu Ghana gehört. 1960 wurde der französische Teil zur unabhängigen Republik Togo mit der offiziellen Amtssprache Französisch. Von den 40 verschiedenen einheimischen Sprachen sind nur die Sprachen Ewe und Kabye als offizielle Landessprachen anerkannt. Der Einfluss Frankreichs auf das Land ist jedoch nach wie vor sehr stark zu spüren.

Togo wurde fast 40 Jahre lang vom Diktator Gnassingbé Eyadéma
regiert. Dieser war zunächst von westlichen Staaten gefördert und unterstützt worden, auch als „Bollwerk“ gegen den Sozialismus. Ende der 80er Jahre erwies sich der Weg zur Demokratie unter seiner Führung als schwierig und führte Anfang der 90er Jahre zu schweren politischen Auseinandersetzungen und Unruhen mit großen Fluchtbewegungen und auch vielen Todesopfern. Die westlichen Länder und die Europäische Union mit Ausnahme von Frankreich froren daraufhin die Entwicklungshilfegelder ein und stoppten die Entwicklungszusammenarbeit für nahezu 20 Jahre. Das Land verarmte und gehörte zu den 10 ärmsten Ländern der Welt. Inzwischen bemüht sich die neue Regierung um die Entwicklung des Landes, sodass Togo derzeit Platz 141 von 175 Ländern belegt, d. h. nur 34 Länder dieser Welt sind noch ärmer.

Togos Charme machen vor allem seine Menschen aus. Ihre Gastfreundschaft, ihre Fröhlichkeit, Ihre Improvisationsfähigkeit und Ihre Lebensfreude sind beeindruckend und ansteckend.

Quelle: Aus dem Buch „Beim Baobab rechts runter“ von Margret Kopp